Flyer Kundgebung

Anlässlich der bevorstehenden Einheitsfeierlichkeiten veranstaltet das Bündnis „Re:Kapitulation – Kein Endeder Geschichte“ einen Kongress vom 2. bis 4. Oktober und eine Kundgebung am 3. Oktober am Lustgarten in Potsdam.

„Der bevorstehende Kongress ist eine Absage an das Staatstheater in der Innenstadt. Wir wollen Nachwirkungen der deutsch-deutschen Wiedervereinigung kritisch beleuchten – abseits des west- sowie des gesamtdeutschen Siegernarrativs“,sagt Mia Winter, Sprecherin des Re:Kapitulation-Bündnis. „Mit der Wiedervereinigung gibt es für uns kein Ende der Geschichte.“

Geplant ist am 2. Oktober ein Podium der Absage an die deutschen Zustände gestern und heute. In pointierter Form sollen hier u. a. die letzten 30 Jahre rekapituliert werden, preußischeÜberlegenheitsmanier angegriffen und die Tradition des deutschen Heimatsfetisch hinterfragt werden. Am 03.10.2020 wollen wir resümieren und diskutieren, wie sich hierzulande die antinationalen Strömungen der letzten 30 Jahre entwickelt haben. Eine Reflexion zur Radikalen Linken sowie die „Nie wieder Deutschland“-Demonstration 1990 bildet dabei den Ausgangspunkt.U.a. mit dabei: Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann, Thorsten Mense und Friederike Gremliza.

„Der Andrang auf den Kongress ist groß, innerhalb weniger Tage war die Liste der angemeldeten Gäste voll. Deshalb haben wir zusätzlich einen Stream eingerichtet, damit mehr Menschen den Kongress verfolgen können“, fügt Mia Winter hinzu.

Der Kongress findet in Zusammenarbeit mit demkonkret Magazin auf dem Gelände des FreiLand statt. Der Stream kann am 2.10. und am 3.10. jeweils ab17:45 auf https://re-kapitulation.org/streamabgerufen werden.

Trotz Schikanen: Kundgebung gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober im Lustgarten

Anlässlich der bevorstehenden Einheitsfeierlichkeiten veranstaltet das Bündnis „Re:Kapitulation“ eine Kundgebung mit musikalischer Untermauerung vom 3. Oktober 2020 ab 11 Uhr am Lustgarten Potsdam.

Hierzu erklärt Mia Winter: „Nachdem die Stadt Potsdam und die Staatskanzlei alles daran gesetzt haben, den Protest in der Innenstadt zu verunmöglichen, konnten wir uns mit der Versammlungsbehörde einigen und werden unseren Protest gegen das nationalistische Wendetheater in Hör- und Sichtweise der Einheits-Expo austragen“.

Ursprünglich sollte die Kundgebung auf demBassinplatz neben der St. Peter und Paul Kirche stattfinden, wo ab 10 Uhr ein Gedenkgottesdienst mit Beteiligung des Bundespräsidenten und weiterer hoher Staatsprominenz abgehalten wird. Das anliegende Areal wurde zur Sicherheitszone erklärt, sodass die Versammlungsbehörde anbot, die Kundgebung auf den Lustgarten zu verlegen. Die Staatskanzlei hatte sich daraufhin gesträubt, die von ihr angemieteten Fläche der freien Meinungsäußerung zur Verfügung zu stellen.

„Der Nationalfeiertag markiert auch das Ende politischer Unterdrückung in der DDR. Ironisch ist, dass man nun versucht, unseren Protest zu verhindern. Hier zeigt sich doch ganz deutlich die Geschichtsvergessenheit einer deutschenStaatsraison, die an anderer Stelle nicht davor zurück schreckt, für den ‚Heimatschutz‘ zu rekrutieren, während extrem rechte Kräfte erfolgreich staatliche Institutionen unterwandern. Dass dort etwas nicht stimmt, muss thematisiert werden.“

Geplant ist eine Kundgebung auf dem Lustgarten mit Redebeiträgen und Musik von Jaycop, Ostberlin Androgyn und Egotronic.

Kontakt bei Rückfragen:

infoe@re-kapitualtion.org